Sachsen-Anhalt

Weißenfels und Zeitz

Weißenfels zählt zu den geschichtsträchtigsten Städten im Süden Sachsen-Anhalts. Am mittleren Lauf der Saale gelegen, an das idyllische Weinbaugebiet des Saale-Unstrut-Tals angrenzend, lädt die Stadt ein, nicht nur ihre wechselvolle Geschichte, sondern zugleich ein wichtiges Stück deutscher Kultur- und vor allem Musikgeschichte zu erleben. Damit ist sie auch idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in den gesamten Burgenlandkreis, der durch das vielfältige Erbe der alten Kulturlandschaft an Saale, Unstrut und Elster mit Himmelswegen, zahlreichen Burgen und Schlössern und der mehr als 1000 Jahre alten Weinbautradition geprägt ist. Die wechselvolle Geschichte und das Schicksal der einst glanzvollen Sekundogenituren mit ihren Residenzstädten Zeitz, Merseburg und Weißenfels mag dabei von besonderem Interesse sein.

Weithin sichtbar über der Stadt thront Schloss Neu-Augustusburg. Am Hof der Herzöge von Sachsen-Weißenfels blühten im 17. und 18. Jahrhundert Musik und Theater. Bach, Händel, Krieger, Beer und viele andere Barockkomponisten haben hier ihre Spuren hinterlassen. Die reich ausgestattete Schlosskirche gehört zu den schönsten Barockkirchen Mitteldeutschlands und ist mit ihrer exzellenten Akustik ein idealer Aufführungsort für Konzerte. Stattliche Bürgerhäuser aus Renaissance und Barock prägen das Antlitz der Altstadt und künden von ihrer wechselvollen Geschichte. Im Geleitshaus wurde 1632, nach der verhängnisvollen Schlacht bei Lützen im Dreißigjährigen Krieg, der Leichnam des schwedischen Königs Gustav II. Adolf aufgebahrt und obduziert. Das Novalishaus dagegen erinnert mit einer Ausstellung und dem Sterbezimmer an den berühmten Dichter der Frühromantik. Im heutigen Hotel „Jägerhof“ wurde 1713 die Jagdkantate von Johann Sebastian Bach uraufgeführt. Die spätgotische Stadtkirche St. Marien beherbergt eine Orgel von Friedrich Ladegast, der im 19. Jahrhundert seine weltberühmte Werkstatt in Weißenfels hatte.
Vor allem aber befindet sich in Weißenfels das einzige original erhaltene Wohnhaus von Heinrich Schütz, das heute zu den modernsten Musikermuseen Deutschlands gehört. Hier, in der wiederhergestellten Komponierstube unter dem Dach, schuf Schütz seine bedeutenden Spätwerke.

Auch im nahegelegenen Zeitz, hat Schütz deutliche Spuren hinterlassen. Als Moritz von Sachsen-Zeitz ab 1663 seine neue Residenz ausbaute, bat er Heinrich Schütz um Hilfe beim Aufbau seiner Hofmusik. Als „Kapellmeister von Haus aus“ gab Schütz Hinweise zur baulichen Gestaltung der Schlosskapelle, stellte eine Kapellordnung auf, sorgte für den Erwerb geeigneter Instrumente und empfahl zwei seiner Schüler an den Hof. Der Bau der Orgel, vor allem aber die Errichtung zwei einander gegenüberliegender Emporen ging ebenso auf seine Initiative zurück. Diese machten es möglich, mehrchörig zu musizieren, so wie es Schütz einst in Venedig bei Giovanni Gabrieli kennen- und lieben gelernt hatte.
Die alte Residenzstadt Zeitz blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Einst war sie, in der man übrigens auch Reformationsgeschichte schrieb, gesellschaftlicher Mittelpunkt der Region, später ein bedeutendes Industriezentrum. Nun wandelt sich Zeitz allmählich zu einer modernen Stadt, die bewusst aus ihrer reichen Historie schöpft. Sehenswürdigkeiten wie das Unterirdische Zeitz, das Schloss Moritzburg mit dem Deutschen Kinderwagenmuseum und der Schlosspark Moritzburg, in welchem 2004 die 1. Landesgartenschau Sachsen-Anhalts stattfand, sind weit über die Grenzen der Region bekannt.

www.weissenfels.de
www.schuetzhaus-weissenfels.de
www.zeitz.de
www.kath-zeitz.de

www.saale-unstrut-tourismus.de
www.weinbauverband-saale-unstrut.de
www.himmelswege.de

Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels 
Heinrich-Schütz-Haus Weißenfels
Torhaus Schloss Moritzburg Zeitz 
Torhaus Schloss Moritzburg Zeitz