Heinrich Schütz Musikfest 2018

14.10.2018

Rückblick auf ein gelungenes Jubiläumsprogramm

Heinrich Schütz Musikfest 2018

Vom 5. bis 14. Oktober fand das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST statt, das in diesem Jahr sein 20jähriges Bestehen feierte. Rund 4300 Besucher nahmen an den über vierzig Veranstaltungen in sechs mitteldeutschen Städten teil. Die führende Interpretin für Musik des 17. und 18. Jahrhunderts, Dorothee Mields, war in diesem Jahr artist in residence und bereicherte das Musikfest in insgesamt fünf Konzerten mit ihrer einzigartigen Stimme und Interpretationskunst. Zu den Höhepunkten des Festivals gehörte das Jubiläumskonzert „Friedens-Freude“ am 13. Oktober in der Frauenkirche Dresden.

Drei Bundesländer, sechs Städte, zehn Tage und 42 Veranstaltungen – das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST 2018 bot ein abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm, das von hochkarätigen Konzerten mit international gefeierten Künstlern bis hin zu musikalischen Lesungen und spannenden Führungen reichte. Das Thema des diesjährigen Festivals Verley uns frieden war in den vielseitigen Programmpunkten allgegenwärtig. In Gedenken an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und 400 Jahre nach dem Beginn des Dreißigjährigen Krieges wurde die Friedensthematik von den Musikern unterschiedlichen Genres - von Alter Musik, Liedermachern, Folk bis zeitgenössischer Musik - immer wieder vertont und neu interpretiert.

Beim Eröffnungskonzert „Wenn ick mal tot bin“ am 5. Oktober in der St. Marienkirche Weißenfels mit der artist in residence 2018 Dorothee Mields und der lautten compagney Berlin wurde in einem einzigartigen Programm die Musik des Dreißigjährigen Kriegs mit jener der 1920er Jahre kombiniert. Das von dem Leiter der lautten compagney Berlin, Wolfgang Katschner, kreierte Programm spiegelte das ambivalente Gefühl zwischen Lebenslust und Seelenschmerz in Zeiten des Krieges wider, das letztlich keine zeitliche Einordnung braucht und bis ins Heute übertragbar ist. Dieses Programm wurde ebenfalls am 6. Oktober in der Kirche St. Leonhard in Bad Köstritz und am 7. Oktober in der Annenkirche Dresden aufgeführt.

Auch der Liedermacher Hans-Eckert Wenzel war in diesem Jahr zu Gast, was auf den ersten Blick so gar nicht zum HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST passen mag. Doch schon einen Gedanken weiter darf festgestellt werden, dass er seit Jahrzehnten unbestechlich wie kaum ein anderer für den Friedensgedanken einsteht, sich gegen jedwedes militaristische und sonstige Unrecht wendet. Am 6. Oktober spielte WENZEL im Trio im Jazzclub Tonne vor ausverkauftem Haus.

Auch in diesem Jahr lockte das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST internationale Stars der Alten Musik nach Mitteldeutschland. Das weltweit gefeierte Barockensemble LaVenexiana brachte am 13. Oktober italienisches Flair nach Weißenfels. Im Kleinen Schlosshof des Residenzschlosses Dresden war am 10. Oktober erstmals das gefeierte a-cappella Ensemble VOCES8 gemeinsam mit der Starviolinistin RachelPodger beim HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST zu hören. In der besonderen Atmosphäre des modern überdachten, historischen Kleinen Schlosshofs begeisterten sie das Publikum mit ihrem Programm „A Guardian Angel“. 

Zum HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST gehören nicht nur die Klänge Alter Musik und das Werk des namensgebenden Komponisten. Auch zeitgenössische Musik findet hier seinen Platz.  In diesem Jahr war das Originalklangensemble der Moderne, AuditivVokal Dresden, eingeladen, gemeinsam mit dem Instrumentalensemble L’Art d’Echo Werke von Schütz, Heinrich Albert, Malachias Siebenhaar und Reiko Füting aufzuführen. Das Depot des Militärhistorischen Museums in Dresden, in dem unter anderem Panzer und Kampflugzeuge gelagert werden, verlieh dem Konzert am 11. Oktober eine einmalige Wirkungskraft. Zwei Tage später wurde das Programm noch einmal in der Kirche St. Leonhard in Bad Köstritz aufgeführt.

Am 13. Oktober feierte das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST sein eigenes Jubiläum in der Frauenkirche Dresden mit einem von Arno Paduch als musikalischen Leiter des Johann Rosenmüller Ensembles und ausgewiesenen Experten der Alten Musik eindrucksvoll gestalteten Festprogramm. Prächtige mehrchörige Werke trafen auf eindringliche Sololieder, bekannte Werke auf unbekannte, nicht weniger klangvolle Kompositionen. So führte das Programm zum Kern des Selbstverständnisses des HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST , dieses einzigartigen Forums für die Musik und Kultur des 17. Jahrhunderts.

Ein klangprächtiges Konzert des Dresdner Kammerchors unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann am 14. Oktober bildete den feierlichen Abschluss des diesjährige Schütz Musikfests. Rademann wurde an diesem Abend der Internationale Heinrich-Schütz-Preis 2018 verliehen, der anlässlich des 20. Jubiläums des Musikfests erstmalig vergeben wurde. Zukünftig sollen jährlich Personen oder Institutionen mit diesem Preis ausgezeichnet werden, die sich durch ein herausragendes Engagement in der Vermittlung, Verbreitung, Bewahrung und Förderung der Musik von Heinrich Schütz und seiner Zeit ausgezeichnet haben.

Dass all diese herausragenden Künstlerinnen und Künstler zum HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST 2018 das diesjährige Credo „Verley uns frieden“ ertönen ließen, ist nicht zuletzt dem beständigen Engagement zahlreicher Kooperationspartner, Förderer und Unterstützer zu danken, allen voran der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, die auch in diesem Jahr gemeinsam mit der Sparkasse Burgenlandkreis und im länderübergreifenden Verbund mit der Sparkassen-Kultur­stiftung Hessen-Thüringen und der Sparkasse Gera-Greiz Förderer und Partner dieses einzigartigen Festivals ist.

Im Jahr der Moderne 2019 würdigt das Musikfest seinen Namensgeber Heinrich Schütz als „Vater der modernen Musik“ mit dem Motto „etwas neues herfürzubringen“. Als artist in residence 2019 sind der RIAS Kammerchor und sein Dirigent Justin Doyle eingeladen.


Wir danken unseren Förderern und Kooperationspartnern

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