„vom Besehn der frembden Länder“

26.04.2016

Die Weltentdecker und Grenzgänger, die Abenteurer und inspirierten Neugierigen, die Sammler und die kreativen Bahn- und Bannbrecher stehen im Mittelpunkt des HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFESTS vom 7. bis 16. Oktober 2016. Unter dem Motto vom Besehn der frembden Länder erkundet das Festival die Welt. Zehn Tage lang sind bei 32 Konzerten und Veranstaltungen in fünf Städten Mitteldeutschlands namhafte internationale Musiker zu erleben. Hauptveranstaltungsorte sind Schütz‘ wichtigste Lebensstationen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen – Bad Köstritz, Weißenfels und Dresden. Am 1. Mai beginnt der Vorverkauf.

Ausgehend vom Ideenreichtum und der einzigartige Klanggeschichte Mitteldeutschlands schaut das Festival 2016 weit über den Tellerrand hinaus – geografisch wie musikalisch. Heinrich Schütz selbst ist ein Musterbeispiel dafür, wie Reisen und das Kennenlernen anderer Kulturen das eigene Sein und Schaffen bereichern. Hätte er seine mitteldeutsche Heimat nie verlassen und wäre er nie Venedig und Kopenhagen gewesen – Schütz wäre wohl nicht zu dem geworden, als der er bis heute verehrt wird: der „Vater der deutschen Musik“.

Auch die Künstler des HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFESTS 2016 suchen ganz bewusst die Inspiration jenseits geografischer und stilistischer Grenzen. Beispielhaft dafür stehen als artists in residence dieses Festivals L’Arpeggiata & Christina Pluhar, die sich in drei Konzerten auf die Spurensuche nach Verbindungslinien zwischen Barock und landestypischen Musikstilen rund um das Mittelmeer begeben. Ein weiterer Höhepunkt sind die beiden Konzerte mit dem Serpent-Virtuosen Michel Godard, der exklusiv für das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST sein neues Schütz-Programm kreiert. Die Premiere von A Journey to Splendor im legendären Jazzclub Tonne in Dresden ist gleichzeitig fulminanter Abschluss des Festivals.

Das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST lebt auch von den besonderen Orten, die der berührenden Musik einen authentischen und besonderen Rahmen geben und die Konzerte so zu einem faszinierenden Gesamterlebnis machen. So findet im Mathematisch-Physikalischen Salon im Dresdner Zwinger ein einmaliges Exklusivkonzert La Clessidra mit dem italienischen Ausnahmesänger Marco Beasley statt. Der Direktor dieser einzigartigen Sammlung, Dr. Peter Plaßmeyer, wird den Abend mit einer Sonderführung für das Konzertpublikum bereichern. Nur 90 Karten sind hier verfügbar.

In Heinrich Schütz‘ Taufkirche St. Leonhard in Bad Köstritz ist die gefeierte Lautten Compagney Berlin zu Gast und präsentiert gemeinsam mit Schauspielerin Eva Mattes ein musikalisches Tagebuch des Weltreisenden Marco Polo. Einen Tag zuvor sind Wolfgang Katschner und sein Ensemble mit einem Konzert rund um den 116. Psalm in der Dresdner Frauenkirche zu erleben.

Projekte und Programme für und mit Kindern und Jugendlichen sind beim HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST fester Bestandteil des Konzepts. Denn so wie der große Komponist und Kapellmeister Heinrich Schütz sein Talent einst durch Förderung und Unterstützung entfalten konnte, so will heute das Festival, das seinen Namen trägt, junge Menschen an die Musik heranführen. So wird es wieder das Konzert Schütz_Junior! mit dem Heinrich-Schütz-Konservatorium geben, bei dem die Nachwuchsmusiker die Faszination der Alten Musik erkunden. In diesen Bereich der Nachwuchsförderung gehört auch das Debüt des Ensembles Seconda Prat!ca. Die international besetzte Gruppe rund um den Leiter Nuno Atalia war resident ensemble beim renommierten Barockfestival Ambronay und wird gefördert durch das EEEmerging project (Emerging European Ensembles), als dessen Partner das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST die vielversprechenden Musiker nach Dresden eingeladen hat. Drei Familienkonzerte rund um das Tapfere Schneiderlein mit dem Berliner Kindermusiktheater MUSITABOR begeistern schon die Kleinsten.

Bereits im April startete in Fortsetzung des Vorjahres das Schulprojekt „Ein Buch für Heinrich Schütz“ mit zwei Klassen einer Zeitzer Grundschule. In einem mehrmonatigen Workshop entstehenden Holzschnitte, die Geschichte rund um den Komponisten illustrieren werden.

Und das Publikum möge auch selbst aktiv werden – daher laden das HEINRICH SCHÜTZ MUSIKFEST und der Dresdner Kammerchor zu einem Mitsing-Konzert mit Schütz‘ berühmtem Becker-Psalter ein.

www.schütz-musikfest.de